Der international renommierte Schweizer Orgelbauer Hermann Mathis aus Näfels (GL) entwickelt für die Klosterauer Kirche ein völlig neues Instrument. Die voraussichtlichen Kosten von 325.000 Euro werden im Wesentlichen durch private Spenden finanziert. Die historischen Maerz-Pfeifen aus der bisherigen Orgel werden komplett konserviert und für Rekonstruktionen und Restaurierungen anderer Original-Orgeln zur Verfügung gestellt.

Mathis erregte Aufsehen durch mehr als 300 Orgelneubauten und Restaurierungen im gesamten deutschsprachigen Raum sowie Japan. Besonderes Glanzstücke der Werkstatt sind die Instrumente in Einsiedeln und St. Gallen, im Regensburger Dom und natürlich Mathis' Meisterwerk, die „Sonnenorgel" in Görlitz. Sein neuester Genistreich ist - nach einem Instrument für die Kapelle der Schweizergarde im Vatikan - eine fahrbare Chororgel für die Sixtinische Kapelle. Die Orgel ist damit weltweit das einzige Instrument, das auf einem hydraulischen Wagen selbst über schiefe Ebenen bewegt werden kann.

Fachleute schwärmen besonders vom ungewöhnlich kultivierten Klang der Mathis-Orgeln. Deshalb werden diese vor allem für Konzertzyklen, Referenz-Einspielungen und Rundfunkproduktionen hoch geschätzt. Dass Orgeln exklusiv auf einen Raum zugeschnitten sind, ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Die Klosterauer Mathis-Orgel aber wird ein weltweites Unikat sein. Exakt zugeschnitten auf den Raum, sorgfältig konstruiert für Auer Bedürfnisse. Das exzellente Instrument wird in Au auf lange  Zeit sowohl zur Gottesdienst-Gestaltung als auch für virtuose Orgel-Konzerte eingesetzt werden können und deshalb die Pfarr- und Klosterkirche  Klosterau verstärkt zu einem musikalischen und kulturellen Zentrum machen.

Diese unschätzbare Chance bietet sich uns heute. Helfen Sie mit, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Wir bauen mehr als eine Orgel. Mit Ihrer Unterstützung machen wir Klosterau wieder zu dem, was es schon einmal war: zu einem kulturellen Mittelpunkt und zu einer Heimat nicht nur barocker Orgelmusik.


In der Gießerei (oben)  stellt Mathis seine Pfeifen her, und auch das Holz wird selbst jahrelang  gelagert. Nur so, sagt Mathis, hat man volle Kontrolle über die Qualität.

Technische Daten

Traktur: Mechanische Schleifladenorgel
Ca.  2.000 Pfeifen, von Mathis einzeln in Handarbeit gefertigt
Barocke Klangdisposition  auf zwei Manualen mit 21 klingenden Registern in Hauptwerk, Pedalwerk und Rückpositiv
Verwendung extrem  lang gelagerter Alpenfichte (zehn bis 15 Jahre)
Massives neues Orgelgehäuse  bei gleichzeitiger Bewahrung des denkmalgeschützen Prospektes
Baukosten: ca. 325.000  Euro
Fertigstellung: Oktober 2004